Im meiner Arbeit steht der einzelne Mensch, das Paar oder die Familie im Mittelpunkt .
Erste Gespräche sollen helfen, das Problem zu definieren, Zusammenhänge und Lösungsmöglichkeiten zu erkennen . Bei einer psychischen Erkrankung - wie z.B. einer Depression, einem BurnOut, einer Angststörung oder einer Sucht ist die Diagnostik zu Beginn sehr wichtig, um dann eine entsprechende Therapie einleiten zu können. Dazu muss auch immer eine körperliche Ursache für die psychischen Probleme ausgeschlossen werden. Möglicherweise kommen auch Fragebögen zur Ergänzung der Diagnostik zum Einsatz.
Die gemeinsame Suche nach einer Lösung oder der Beginn einer längerdauernden Therapie, eventuell auch der Einsatz von Medikamenten, kann die Folge sein.
Immer basiert eine Therapie auf gegenseitigem Vertrauen.
Nach einer ausführlichen psychiatrischen Diagnostik steht die Psychoedukation im Mittelpunkt. Es ist mir wichtig, meine PatientInnen über ihre Krankheit aufzuklären, auf Fragen und Befürchtungen einzugehen und im weiteren Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.
Gesundheitsförderung (Konzept der Salutogenese) und die Prävention, d.h. die Verhütung von Krankheiten sind mir ebenso wichtig.
Gesundheit verstehe ich nicht als einfache Abwesenheit von Krankheit, sondern als eine individuell zu definierende Lebenszufriedenheit, dazu gehören manchmal auch ethische und philosophische Fragestellungen.
Soll eine psychiatrische und/oder psychotherapeutische Therapie oder eine Beratung/Coaching stattfinden, spielen vor allem die Persönlichkeit, Gelerntes, Lebens- und Beziehungserfahrungen, innere Werte, Prinzipien und Haltungen sowie der eigene Lebensstil und die Wechselwirkung zwischen Denken, Fühlen und Handeln eines jeden Menschen eine ganz entscheidende Rolle. Dieser Individualität muss eine Behandlung gerecht werden.
In meiner Arbeit gehe ich davon aus, dass jeder Mensch ein einzigartiges Individuum mit seiner ganz persönlichen Lebens- und Leidensgeschichte ist. An diesem Punkt ist es mein Bestreben, dem Menschen zu begegnen und ihn an dieser Stelle „abzuholen“.
Daraus erwächst der Anspruch, eine individuelle Diagnostik und Therapie zu entwickeln, die dem Einzelnen in seiner momentanen Lebenskrise oder Krankheitsphase bestmöglich entspricht und zur Entwicklung von Lösungen und Veränderungen dient.
Hierzu ist es notwendig, alle medizinisch-therapeutisch verfügbaren Mittel und alle persönlichen Ressourcen aufeinander abgestimmt einzusetzen, stammen sie aus der konventionell bewährten Medizin (sog. Schulmedizin), oder aber aus anderen Quellen wie der Komplementärmedizin oder der Mind/Body - Medicine.
Die Behandlung/Therapie mit zunächst symptomorientierten Massnahmen kann in verschiedenen Situationen sinnvoll und nötig sein, um den akuten Leidensdruck zu mildern. Dazu gehört z.B. eine medikamentöse Therapie oder eine stationäre psychiatrische und/oder psychotherapeutische Behandlung in einer entsprechenden Klinik. Diese Entscheidungen werden jedoch immer nur in Absprache getroffen.
Dieses multimodale Vorgehen ist meiner Meinung und Erfahrung nach kurz und langfristig am erfolgreichsten in einem prozesshaften Geschehen wie es die Heilung/Veränderung seelischer Zustände darstellt.
Ich vertrete also ein Ganzheitliches Menschenbild, das ich als individuelles, hochvernetztes und komplex einmaliges Wesen verstehe.